10.Dezember
20.15
Penman Poor Roelofs Trio

Stanzerei Baden

Joris Roelofs (bcl) Matt Penman (b) Ted Poor (dr)
Die Besetzung ist hochkarätig, das gegenseitige Verständnis funktioniert blindlings. Sie sind aber auch Meister des Zuhörens. Der 40-jährige neuseeländische Bassist Matt Penman lebt seit 1995 in New York City und etablierte sich dort auch als Komponist und Produzent. Er arbeitete mit zahlreichen Grössen von Joshua Redman bis Nils Wogram und ist als Sideman auf über 90 Alben zu hören. Den Drummer Ted Poor kennt man vor allem von „Third Wheel", aber auch Cuong Vu, aber auch der hr-Bigband sowie als Begleiter von Maria Schneider, David Fiuczynski oder Kurt Rosenwinkel.

19.November
20.15
Ploug Group feat Badenhorst

Stanzerei Baden

Joachim Badenhorst sax Mikkel Ploug guitar Jeppe Skovbakke double bass Sean Carpio drums
Der dänische Gitarrist Mikkel Ploug ist auf dem Weg in die Champions League des zeitgenössischen Jazz. Sein Gitarrenspiel gehört zum Stilvollsten, was in diesem Genre derzeit zu hören ist. Nun ist er mit einer neuen, international besetzten Formation unterwegs. Und zwar mit belgischen Saxophonisten und Klarinettisten Joachim Badenhorst (Han Bennink Trio), dem dänischen Bassisten Jeppe Skovbakke und dem Schlagzeuger Sean Carpio. Das Repertoire der Mikkel Ploug New Group besteht vollständig aus den originellen und sehr melodischen Kompositionen des Bandleaders

22.Oktober
20.15
Prov.: Dirigo Rataplan

Stanzerei Baden

Ellery Eskelin (ts) Dave Ballou (tp) Michael Formanek (b) Devin Gray (dr/composition)
Ein imponierendes Debüt. Frisch von der Musikakademie Manhattan ist der Drummer Devin Gray (*1983) im NYer Jazzbetrieb aufgetaucht – engagiert von diversen Prominenten von Sam Rivers und Dave Liebman bis zu Chris Speed und Ellery Eskelin. Dass dieser, Ballou und Formanek nun bei Grays CD-Start als Leader mitwirken, ist keine Gefälligkeit. Gray ist ein lustvoller, engagierter Trommler mit Rock-Wurzeln und Musikalität, und seine Themen haben Substanz. Aktuell ist mal sein kreativer Umgang mit Zonen zwischen ”tempolosem” Spiel und Beats ein Terrain, das ältere Kollegen wie Paul Motian vorbereitet haben. Temposchwankungen und Lücken sind ein ständiges Gestaltungsmittel. Imposant, wie er und Formanek eng zusammen grooven. Vielgestaltigkeit haben auch die Themen, immer noch quasi Melodien, die von den Bläsern ausdrucksstark modelliert werden. ”Quadrophonically”, der erste Tracktitel, ist programmatisch, denn alle flechten ebenbürtig am musikalischen Strang und erfinden im Moment allerlei Strukturen. Der helltönige Ballou und Eskelin mit seinem Hawkins-abgeleiteten Sound kontrastieren sich farblich, formulieren eloquent und nuancenreich, improvisieren häufig kollektiv und kontrapunktieren sich in engster Tuchfühlung.

26.Mai
20.15
Hübner Beirach Duo

alte Kirche Boswil

Gregor Hübner (vio) Richie Beirach (p)
Das zwanzigjährige Bestehen ihres Duos feiern der amerikanische Pianist Richie Beirach und der deutsche Geiger Gregor Hübner mit ihrer Tournee im Mai. Doch nicht nur dieses Bandjubiläum, sondern auch die Geburtstage der beiden Musiker, die auf den 23.Mai fallen, können wir bei diesem Konzert der Reihe „Let's Call the Whole Thing Off“ zelebrieren: Beirachs 67sten und Hübners 48sten. Zwanzig Jahre Unterschied: Unterschiedlichen Generationen anzugehören und auf verschiedenen Kontinenten aufgewachsen zu sein, steht ihrem tiefen, musikalischen Einvernehmen nicht im Weg - es eint sie vielmehr eine starke Prägung durch die klassische Musik, die zur Basis ihrer Liebe zum Jazz geworden ist. Klassisches Repertoire der Improvisation zu öffnen, gehört deshalb ebenso zu ihrem Programm wie eigene Kompositionen und eindringliche Interpretationen von Jazzstandards.

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30.April
20.15
STEVE KUHN TRIO

Stanzerei Baden

Steve Kuhn piano Buster Williams bass Billy Drummond drums
Der Pianist aus New York kann auf über fünf Jahrzehnte Jazzgeschichte zurückblicken. Die klassische Klavierausbildung und sein Sinn für Klangfarben fielen schon Stan Getz auf, seine Trio-Arbeit mit Spitzenmusikern lässt immer neu aufhorchen. Ein Pianist auf Augenhöhe mit Keith Jarrett.

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11.April
20.15
Schweizer meets Bennink

Alte Kirche Boswil

Irene Schweizer piano; Han Bennink drums
Bei kaum einem anderen Konzert von Irène Schweizer kommt das breite pianistische, improvisatorische und expressive Spektrum ihres Könnens so stark, impulsiv und energisch zur Geltung wie an diesem „Treffen“ mit Han Bennink. Er hat es drauf - das explosive und radikale Trommeln. Umsonst wird niemand Schlagzeuger hinter dem Free-Jazz-Silberrücken Peter Brötzmann. Es gibt kaum einen anderen Schlagzeuger, der den Begriff «Schlagzeug» so breit fasst wie er: Alles gehört dazu, auch die Ständer, der eigene Körper, der Boden, die Stühle, der ganze bespielte Saal.

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19.Februar
20.15
THE CLAUDIA QUINTET

Stanzerei Baden

John Hollenbeck drums Jeremy Viner reeds Matt Moran vibes Red Wierenga accordion Drew Gress bass
Der viermal für den Grammy nominierte Schlagzeuger und Komponist John Hollenbeck gilt völlig zu Recht als einer der kreativsten und gefragtesten Musiker unserer Zeit. Mit dem "Claudia Quintet" leitet er zudem eines der musikalisch aussergewöhnlichsten Ensembles der New Yorker Szene – vielleicht das unverwechselbarste, das die Stadt derzeit zu bieten hat. Mit einer charismatischen Gratwanderung zwischen Jazz, Minimal Music und durchaus auch Folklore zeigt die Band, wie Jazz abseits der Tradition klingen kann. Die ungewöhnliche Instrumentierung – neben Saxophon auch Vibraphon und Akkordeon – ermöglicht, in Kombination mit der hochkarätigen Besetzung, eine faszinierende Klangmischung. Und das Claudia Quintet – benannt nach dem dienstältesten Fan – ist in seiner intellektuell stimulierenden Art unvergleichlich.

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27.Januar
20.15
MATT DARRIAU'S PARADOX TRIO

Stanzerei Baden

Matt Darriau as,cl,fl,kaval,gaida Brad Shepik guitar Rufus Cappadocia cello Seido Salifoski dumbeks
Matt Darriau ist ein Tausendsassa in Sachen World-Jazz. Sein Herz schlägt für Klezmer ebenso wie für Musiktraditionen aus dem Balkan oder das keltische Volksmusikerbe. Eine seiner zahlreichen Bands ist das Paradox-Trio, in dem er sich mit osteuropäischen, keltischen und nahöstlichen Musikauffassungen auseinander setzt. Die verschiedenen Folklore-Wurzeln verwebt er mit modernen Spielweisen zeitgenössischer improvisierter Musik: Alte Welt trifft Neue Welt!

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